Pathosemester Erfolgsrezepte

Das vierte Semester – mit den Modulen 10, 11 und 12 – wird oft als das härteste Semester im Medizinstudium bezeichnet. Schon seit Jahren geben wir auf Infoveranstaltungen Tipps, hier auf herzlinks.at gibt es eine allgemeine Tipp-Liste und per Mail und auf Medforum beantworten wir viele Anfragen.

Da aber jede/r anders lernt und es so schwer ist, allgemein gültige Tipps zu geben haben wir die verschiedensten Erfolgsrezepte zusammengestellt – alles Strategien von KollegInnen die das “Pathosemester” gut hinter sich gebracht haben.

Die eine oder andere Strategie passt sicher auch auf dich und deinen Lerntyp! :-)

Wir wünschen dir viel Erfolg im Pathosemester – und wenn irgendwelche Fragen offen sind, einfach mailen!!!

Erfolgsrezept 1:

Meine Lernstrategie war relativ einfallslos: Einfach so viel wie möglich lernen. Jeden Tag nach den Lehrveranstaltungen in die Bibliothek, um nicht sozial ganz zu vereinsamen, und lernen. Am meisten konzentriert habe ich mich immer auf die Prüfungsschwerpunkte, also in M10 Pathophysio, in M11 auf Patho etc, habe aber schon geschaut, relativ ausgeglichen zu lernen und möglichst wenig Lücken zu haben. Wichtig war für mich auch hin und wieder einen Tag frei zu nehmen um den Kopf frei zu bekommen.
Pathologie habe ich sowohl aus dem “großen” Denk als auch aus dem Repetitorium gelernt, im großen Denk habe ich mir die Kapitel durchgelesen um den Stoff zu verstehen, aus dem kleinen Denk habe ich dann stupide auswendig gelernt. In Pathophysio habe ich den Taschenatlas und die Vorlesungspräsentationen und -mitschriften verwendet und in Pharma hauptsächlich den Crashkurs und die Präsentationen aus dem VMC.

Erfolgsrezept 2:

Ich habe versucht mit Pharma einen guten Grundstock für eine erfolgreiche Prüfung zu legen, da mir Multiple- Choice- Fragen einfach viel mehr liegen als Short-answer. Gelernt habe ich hauptsächlich mit dem Crashkurs Pharmakologie und den Folien im VMC. Die ganzen Wirkstoffe habe ich auf Karteikarten geschrieben, was extrem hilfreich war. Wenn ich ein Thema mal wirklich nicht verstanden habe, habe ich im großen Aktories nachgeschaut – es hat völlig ausgereicht, dass es dieses Buch in der Bibliothek gibt. Natürlich waren auch die alten Fragen hilfreich.
Pathologie habe ich mit dem Repetitorium und meinen Vorlesungsmitschriften gelernt- ich fand es durchaus hilfreich viel und genau mitzuschreiben. Mit Kolleginnen und Kollegen habe ich oft verschiedene Themen durchbesprochen, was das Ganze sehr gut gefestigt hat.
Pathophysiologie habe ich mit dem dem Taschenatlas von Silbernagl und wiederum den Folien gelernt, das Buch einerseits ist leicht verständlich und nicht zu umfangreich, in den Folien andererseits waren oft sehr hilfreiche Skizzen, die ich auch bei der Prüfungen nutzen konnte.
In Pathophysio war es vergleichsweise am leichtesten Punkte zu bekommen- also gut lernen und verstehen!!
Bei den Short-answer Gebieten habe ich mir nie alte Fragen angesehen; irgendwie muss man ja sowieso “alles” lernen.
Während M10 hatte ich dann die Idee in Zeitslot 6 zu pausieren – also die M12-Prüfung zu verschieben (natürlich bin ich zu den Seminaren und Übungen gegangen). Mit dieser Aussicht war es für mich leichter viel Zeit und Energie in M10 und M11 zu investieren. Im August bin ich dann nochmal, mit neuer Energie und Motivation und vielen Berichten von KollegInnen, voll durchgestartet um beim Septembertermin auch M12 hinter mich zu bringen. Die Auswertung dauerte natürlich zu lang um gleich im ersten Zeitslot mit einem klinischen Modul zu beginnen. Deshalb habe ich einfach 4 Wochen famuliert und dann im Februar ein SSM (z.B. Water for Life, Parasitologie, Cased based learning, Chirurgische Operationslehre) gemacht. So habe ich keine Zeit verloren und mich aber im Pathosemester nicht überstrapaziert.

Erfolgsrezept 3:

Mit Abstand das schwierigste Semester in den ersten 4 Semestern. Ich habe ebenfalls versucht soviel wie möglich an Wissen zu gewinnen und vor allem, so dass ich diese während der Prüfung auf Papier bringen kann.
Dazu habe ich in Patho zu einigen Krankheiten (habe mir die wichtigsten aus der Stichwortliste rausgesucht) auf ein DIN A 4 Blatt die wichtigsten Infos und Schlüsselwörter strukturiert aufgeschrieben (aus dem kleinen Denk). Letztendlich zählt das was auf Papier kommt und ich habe immer gut punkten können mit Patho.
Pathophysio: versuchen die Vorgänge zu verstehen, und logisch in Stichpunkten aufzuzählen, wenn noch eine Skizze dazu kommt, perfekt! Bei M11 habe ich auch einige Folien aus der VO angeschaut und auswendig gelernt.
Pharma: klingt einfallslos, aber auswendig lernen. Karteikarten haben mir dabei geholfen! Wichtig sind auch die Folien aus den VO, es werden gerne Detailfragen gestellt, die dann später in den VO-Präsentationen zu finden sind.

Erfolgsrezept 4:

Vom Aufwand her das vermutlich anstrengste, aber zugleich das lohnenste Semester: man lernt zu verstehen, worauf die Krankheiten und Therapien fußen. Daher – so viel wie möglich lernen, aber nicht aus Zwang, sondern versuchen, Interesse zu wecken. Das erleichtert vieles.
Patho: Vorlesungsmitschrift + kleiner Denk zu den Themen der Stichwortliste ausarbeiten, auswendig strebern. Großen Denk ausborgen (kopieren und für KollegInnen wieder zurückbringen, gibt nur wenige Exemplare) und nachlesen. Unbedingt auf die Stichwortliste achten und darauf, dass diese eingehalten wird von den Votragenden, sonst bitte bei der Studierendenvertretung melden.
Pathophysio: Vorlesung und Silbernagel, unbedingt Zeichnungen anfertigen, viel vom Stoff ist sehr logisch. Altfragen ausarbeiten und lernen, sie decken den Stoff gut ab. Ich fand PP am leichtesten zu verstehen und am wenigstens zum Auswendig lernen.
Pharma: ÖH-Skriptum in die VO nehmen und ergänzen, durchdenken, Altfragen lernen, beten. Im Notfall Wirkstoffe in Lieder verpacken und singen.

Erfolgsrezept 5:

Ich habe mich im vierten Semester vor allem auf Pathophysio und Patho konzentriert. Die Multiple-Choice Fragen in Pharma waren oft so detailliert, dass ich lieber meine (knappe) Zeit in die beiden anderen Fächer investierte.
In Pathophysio habe ich vor allem aus den Vorlesungen und dem “kleinen” Silbernagl gelernt. Bei den Fragen habe ich möglichst viel hingeschrieben und mein Verständnis für die Zusammenhänge auch teilweise mit einer kleinen Skizze (Regelkreise etc.) gezeigt – so habe ich meistens recht viele Punkte bekommen. In Patho versuchte ich ingesamt auf ca. 50% der Punkte zu kommen und lernte fast nur aus dem Repetitorium Pathologie. In Pharma wiederholte ich die Vorlesungen. Meine erste Strategie: “Durchbeissen und das ganze Semester voll durchlernen” scheiterte an M12. Während sich M10 recht gut und M11 sehr knapp ausging, war es bei M12 nicht mehr möglich – auch dank des großen Pharma-Anteils (meine Schwäche…). Nach drei negativen Versuchen (“normaler” Termin, Septembertermin, erster Termin im WS) war ich überzeugt den Stoff zu können aber am Fragen-System zu scheitern. Also beantragte ich eine mündlich-kommissionelle Prüfung, die der Studienrektor auch genehmigte. Ich organisierte die Prüfer/innen und bereitete mich ausführlich vor – die Prüfung absolvierte ich dann im Februar. Um keine Zeit im Studium zu verlieren, machte ich in den Slots zwischen September und Februar SSMs. Die Prüfung lief gut – und ich konnte mit März wieder “normal” weiterstudieren.

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