FAIRES PJ

Das Praktische Jahr (PJ) ist eine Entwicklung des neuen Studienplans. Ziel soll eine praxisnahe Ausbildung am Ende des Studiums sein, eine optimale Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit als Arzt/Ärztin.
Einige Kliniken sind sehr bemüht und engagiert in der Betreuung von Studierenden des PJ. An anderen Abteilungen ist man aber oft “nur im Weg” – von Praxis keine Spur. Gleichzeitig arbeiten wir full-time im Klinikalltag mit – erledigen zahllose Blutabnahmen, Zugänge, Aufnahmen und assistieren im OP.

Auf dieser Seite findest du alle Infos – was wir wollen, warum wir es wollen und wie DU uns unterstützen kannst.

Was wir wollen:

Wir halten das PJ für ein gutes Konzept. Allerdings ist noch einiges zu tun, deshalb wollen wir:

  • Aufwandsentschädigung von 300€ pro Monat
  • Bewertungs-Datenbank mit ausführlichen Evaluierungen und (anonymer) Kommentarfunktion
  • Portfolio der einzelnen Kliniken (was darf ich machen, was wird erwartet…)
  • OSKE Antritt mit 29 Modulen (also mit einem offenen Modul)
  • Uniklinik und andere österreichische Spitäler auch im Sommer
  • Auswahl einzelner Stationen am LKH Univ-Klinikum (gegen “Auslosungen”!) und weitere Verbesserungen

Wir wollen… ein FAIRES PJ!

 

Warum wollen wir das?

Aufwandsentschädigung

Schon während dem Studium absolvieren wir 16 Wochen Pflichtfamulatur (=Praktikum) komplett ohne Aufwandsentschädigung. Arbeiten (=Geld verdienen) neben dem Medizinstudium ist schwierig. Durch das PJ entstehen uns Studis auch relativ hohe Kosten – selbst wenn man in Graz ist kommen Geld für Essen und Öffis zusammen, in der “Peripherie” kommen zu Essen, Anreise oft auch noch nicht unerhebliche Kosten für Pendeln und Unterkunft dazu.
Im sechsten Studienjahr sind wir noch stärker und länger in den Klinikablauf eingebunden als in den Jahren davor und bringen viel Arbeitskraft ein – ob bei Blutabnahmen, Assistenz im OP, Dokumentation, Aufnahmen und vieles mehr. Damit sparen wir den Krankenhäusern wertvolle Arbeitszeit und vor allem Überstunden ein. Eine kleine Aufwandsentschädigung zeigt die Wertschätzung unserer Arbeit. Zusätzlich zeigt sich, dass eine Aufwandsentschädigung allen Beteiligten vermittelt dass die PJler ein wichtiger Teil des Teams sind.
Hier dazu ein spannender Artikel zur Situation in Deutschland (DerSpiegel).
Der “Hartmannbund” – eine Vereinigung deutscher MedizinerInnen – ist hier ebenfalls sehr engagiert. Auf deren Website gibt es auch eine Übersicht der zahllosen Kliniken in Deutschland, die mittlerweile Aufwandsentschädigungen bieten.

Bewertungs-Datenbank

Aktuell gibt es noch keine gute Datenbank von österreichischen Spitälern, vor allem keine mit einer anonymen Kommentarfunktion. Wenn wir in die ÖH gewählt werden möchten wir so eine Datenbank in kürzester Zeit etablieren.

Portfolio der einzelnen Kliniken

Zusätzlich zu den Bewertungen in der Datenbank wollen wir offizielle “Profile” der Kliniken – wo beschrieben wird was man tun darf, wozu man eingesetzt wird und wie das Ausbildungskonzept aussieht. So kann man sich im Vorhinein ansehen, was eine Klinik von klinisch-praktischer Lehre versteht. Außerdem kann das als Argumentationshilfe bei Problemen im PJ dienen.

OSKE Antritt mit 29 Modulen

Durch die OSKE-Anmeldemodalitäten und -termin ist es oft schwierig ohne Wartezeit von den Modulen zur OSKE-Prüfung anzutreten. Ein Antritt mit 29 Modulen ist teilweise möglich – manchmal gibt es Ausnahmeregelungen, aber nicht immer. Eine fixe Regelung mit 29 Module (also einem offenen Modul) wäre eine faire und sinnvolle Lösung.

Auswahl einzelner Stationen am LKH Univ.Klinikum und weitere Verbesserungen

Vor einiger Zeit wurde der Anmeldemodus für einzelne Kliniken am LKH Graz geändert – man kann sich z.b. im Rahmen der Inneren Medizin nur für die Klinik als gesamtes anmelden, nicht jedoch für einzelne Stationen. Diese Einteilung wird dann “intern” nach teils unklaren Kriterien durchgeführt.
Es wäre außerdem mehr als sinnvoll auch in Österreich bzw. an der Uniklinik im SOMMER Teile des praktischen Jahres absolvieren zu können.
An der Inneren Medizin gibt es momentan Schwierigkeiten mit Schlafplätzen im Nachtdienst. Ebenso gibt es generell Unklarheiten zur Anzahl der Fallberichte.

Was wir tun!

Aufwandsentschädigung

Uns ist klar, dass das ein großes und möglicherweise langwieriges Projekt ist – wir sind aber überzeugt dass wir hier mit viel Einsatz und Motivation etwas erreichen können.
Momentan erstellen eine Liste mit Spitälern, die eben so eine Entschädigung bieten – die meisten in Deutschland und der Schweiz. Ebenso starten wir schon jetzt Gespräche mit dem Rektorat der MedUni, mit der Leitung des LKH und der KAGES. Ergebnisse veröffentlichen wir sobald wir sie haben.

Bewertungsdatenbank + Portfolio

Ein Projekt, dass wir gerne groß und gut aufziehen wollen – sollten wir in die ÖH gewählt werden, möchten wir das als eines der ersten Projekte noch 2011 umsetzen. Sollten wir nicht reingewählt werden, versuchen wir es trotzdem umzusetzen! :-)

OSKE Antritt mit 29 Modulen

Hier gibt es schon jetzte entsprechende Anträge von uns, mit viel Glück können wir das in Kürze umsetzen – und die Regelung würde dann ab Oktober 2011 in Kraft treten.

Auswahl einzelner Stationen am Klinikum und weitere Verbesserungen

ier sind schon Gespräche am Laufen. Schlafplätze werden aktuell organisiert, wir sind dahinter. Und die Anzahl der Fallberichte konnten wir in der Studienkommission schon auf 10 für die großen und 5 für die kleine Fächergruppe reduzieren.
Im Senat wird das Thema “Uniklinik im Sommer” in Zusammenarbeit mit engagierten Lehrenden diskutiert – und könnte bald umgesetzt werden.

Was DU tun kannst!

Wir haben eine Facebook-Gruppe (FairesPJ) eingerichtet – die moderne Form einer Unterschriftenliste ;-)
Je mehr Leute wir werden, desdo besser können wir bei Verhandlungen agieren. Außerdem gibt’s dort aktuellste Infos zu diesem Projekt und was dabei weitergeht. :-)

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